…TRAUER

Trauern können wir um viele Dinge, überall da wo wir einen Verlust erleben.

Mit geht es hier um den Verlust eines geliebten Gegenübers.

Lange Zeit habe ich alle Gedanken an Tod (sowohl meinen eigenen, als auch den eines geliebten Menschen) verdrängt.

Verdrängen ist eine wunderbare Sache, schließlich schaffen das nur psychisch gesunde Menschen. Allerdings funktioniert das nur so lange, bis in unsrem Leben etwas geschieht, dass uns zwingt „hin zu gucken“.

Bei mir funktionierte es genau so lange bis ein mir sehr nahe stehender Mensch bei einem Unfall beinahe sein Leben verlor.

In der Folge MUSSTE ich mich mit dem Thema auseinander setzen. Für mich persönlich bedeutete das, neue Sichtweisen zu zulassen, mein „Schwarz-Weiß-Denken“ auf zugeben.
So habe ich mich nicht nur mit der christlichen Religion befasst, mit der ich aufgewachsen bin, sondern habe mich für alles interessiert was irgendwie mit dem Thema zu tun hatte.

Dabei begriff ich, dass nicht nur Jesus vieles zu dem Thema zu sagen hatte; auch Buddha hat viele Dinge gelehrt, die mich beeindruckten.

Außerdem habe ich viel über Nahtod-Erlebnissen gelesen und mich intensiv mit dem Thema Reinkarnation beschäftigt.

Heute bin ich für viele Wege offen – wichtig ist immer nur, dass jeder Mensche seinen eigenen Weg findet.

Meine heutige persönliche Sichtweise wird in folgendem Gedicht sehr schön ausgedrückt:

T R A U E R
Ich bin
von dir gegangen
nur für einen Augenblick
und gar nicht weit.
Wenn du dahin kommst,
wohin ich gegangen bin,
wirst du dich fragen,
warum du geweint hast.