Ihr Lieben,
habt ihr auch schon erlebt, dass es beim viel diskutierten Thema „positives Denken“ scheinbar nur zwei Lager gibt, die ihre Position jeweils mit großer Überzeugung vertreten? Wenn ich nach meiner Meinung dazu gefragt werde, lautet meine Antwort fast immer:
Es kommt auf die Perspektive an.
Ich glaube, wir sind uns einig, dass Menschen mit einer grundsätzlich positiven Lebenseinstellung vieles im Leben leichter meistern. Oft bringen sie einen natürlichen Optimismus mit. Ihre Haltung lautet: „Egal, was passiert – es gibt immer eine Lösung.“ Oder wie man in Köln sagt: „Et hätt noch emmer jot jejange.“
Doch was ist mit den Menschen, die diesen Grundoptimismus nicht von Natur aus mitbekommen haben?
Sie stehen vor der Herausforderung, entweder in einer negativen Sichtweise zu verharren oder bewusst eine positivere Haltung zu entwickeln. Und genau hier wird es spannend.
Warum?
Weil echte Veränderung viel innere Arbeit bedeutet. Wer sein Mindset nachhaltig verändern möchte, kommt nicht darum herum, sich ehrlich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Stell dir folgende Situation vor:
Du triffst eine Bekannte (oder einen Bekannten), die du lange nicht gesehen hast. Sie erzählt dir offen, was in ihrem Leben gerade alles nicht rund läuft. Und nachdem sie ihre Sorgen geschildert hat, sagt sie zum Schluss:
„Aber man soll ja positiv denken.“
Genau in diesem Moment bekomme ich regelmäßig Schnappatmung.
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